Vom Handwerk des Kalibrierens

Vom Handwerk des Kalibrierens und den vielen Fallstricken um diese täglichen Handgriffe. In jeder Wasseraufbereitungs-Anlage eines öffentlichen Schwimmbades muss es getan werden: Das Messen und Protokollieren der chemischen Wasserwerte. Auch in den vergangenen Beiträgen haben wir es oft thematisiert, aber immer nur am Rande und nicht konzentriert auf die Tätigkeit des Kalibrierens.

Wenn das Chlor an seine Grenzen kommt!

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Verkeimung von Sandfiltern (Filterverkeimung) ist ein wachsendes Problem, besonders durch den Einsatz von Aktivkohle. Der Zeitungs-Beitrag bietet Lösungsansätze und Gedanken. Desinfektion gegen Filterverkeimung. Mit einer Wasseraufbereitung und einer Desinfektion nach den Buchstaben der DIN ist alles getan? Nein! Wohin geht die Abluft aus Deiner Luft-Spülung? Wenn Du es nicht weißt oder Du Sie während der Spülung riechen kannst, dann solltest Du dringend und aufmerksam bis zum Ende lesen.

Auch dieser Beitrag geht wieder davon aus, dass die Flockung und die Filterung optimal eingestellt sind und funktionieren. Die Hinweise, die das Umweltbundesamt in seiner Bekanntmachung: „Hygieneanforderungen an Bäder und deren Überwachung“ 2014 bezüglich der Qualität der Filterung gibt, hatten wir schon in einem früheren Text im Oktober-Heft 2016 implementiert.

Starten wir jetzt das INTERNET OF WATER!

Internet of things ist sprichwörtlich in aller Munde und beschreibt, wie das Internet in Geräte Einzug hält. In unserer Branche könnte man denken, das IOT macht einen großen Bogen um die Schwimmbäder. Das sollten wir gemeinsam ändern! Vielleicht braucht es dafür einfach nur ein neues Schlagwort, so wie Industrie 2.0 oder GroKo, in dem der Name mächtiger ist als der Inhalt. Die chemischen Grundlagen zur Desinfektion haben sich nicht wesentlich verändert, wir werden diese Grundlagen auch thematisieren. Wie sich ein eigenes Internet of water in jedem Schwimmbad aufbauen und nutzen lässt, wird aber im Folgenden eine große Rolle spielen.

Eine Sache der Inneren Reibung

Ein guter Freund fragte mich das kürzlich und beklagte sich, dass diverse Verkaufsberater der großen Pumpen-Hersteller ihm nicht helfen konnten. Ein Verkäufer scheitert üblicherweise dann, wenn der Kunde nicht weiß was er haben will. Nun kenne ich diesen Freund schon viele Jahre und habe die Erfahrung gemacht, dass man etwas von einem Wahrsager haben muss, um seine Gedanken (Dimensionierung) zu erraten. Vielleicht kann ich mit diesem Beitrag nicht nur ihm helfen.

Manchmal kommt es wirklich auf die Größe an! Teil 01

Gedanken zum Rohwasser-Speicher. Meist fristet er ein einsames Dasein, der Rohwasser-Speicher. Keiner wollten Ihn haben, jetzt macht Ihn die Überlaufrinne notwendig. Früher war doch alles so einfach, jetzt muss man sich einen Kopf machen, wann der graue Kasten in der Erde neues Wasser braucht. Manchmal steht der Kasten auch im Verdacht, das Wasser einfach wegzutrinken. Die notwendige „Auslese“ der Dinge, die im Behälter als der Auswürfe der Überlaufrinne ankommen, regt auch nicht gerade zu ungebremsten Elan an. Es scheint so einfach: „Viel (Behältervolumen) hilft viel!“, wie so oft im Leben ist es dann doch nicht so einfach.

Manchmal kommt es wirklich auf die Größe an! Teil 02

Gedanken zum Rohwasser-Speicher … Die vorher leere Überlaufrinne und die Schwallwasser-Leitungen füllen sich, weil sie ja ein Gefälle zum Transport nutzen. Nun könnten wir unsere Berechnung aus den beiden vorhergehenden Beiträgen nutzen (aber wer hat da schon nachgerechnet…) und genau ausrechnen, wie viel in Rinne und Rohren bei welchem Volumenstrom steht ODER wir handeln nach dem Verfahren „mehr geht nicht“ und setzen die vollen Volumina ein. Für die Rinne wählen wir 0,04m² Querschnitt mit 70m Umfang und bekommen 2,8m³. Das Gefälle ist noch unklar, aber wir wählen eine Rohrleitung DN200 und eine Entfernung zum Behälter von 15m, dann kommen wir dafür auf 2,2m³

Manchmal kommt es wirklich auf die Größe an! Teil 03

Gedanken zum Rohwasser-Speicher … Bei Stillstand der Anlage wären diese 5m³ im Rohwasser-Speicher vorrätig! Weil in diesem Zustand nichts in Rinnen und Gefälle-Rohren verbraucht wurde. Aber wir wollen ja nicht erst alle Badegäste rausschmeißen und Bad schließen. Bei 66% Volumenstrom reduzieren sich die Wassermengen in den Rinnen erheblich, aber es reicht nicht zum Spülen.

Manchmal kommt es wirklich auf die Größe an! Teil 04

Gedanken zum Rohwasser-Speicher … Aus der Zunft der Planungsingenieure kommt oft die Meinung, dass die Zuläufe oberhalb des (von ihnen nach DIN errechneten) Wasserspiegels liegen müssten. Warum eigentlich? Weil man sich so eine Entlüftung sparen will? Oder weil das innere Wasser stärker als das äußere Wasser sein könnte? Oder weil in der DIN nicht steht, wann welcher Wasserstand im Behälter zu erwarten ist? Dieser kleine Seitenhieb sei bitte nach den oberen Erläuterungen nachsichtig übersehen. Das so einfach nach Wort und Buchstaben einer DIN zu planen kostet mal wieder jede Menge Kohle. Da lobe ich den Rohwasser-Speicher, der keine Höhe verschwendet und damit auch weniger kostet.

Über den (Becken-) Rand geblickt – Teil 1

Auf geht’s, hier ist Teil Zwei! Nach einigen Anrufen unserer Mitglieder möchte ich nochmal deutlich machen: Es geht in dieser Reihe nicht um eine Erläuterung oder gar Kommentar zur DIN 19643! Zur DIN ist viel geschrieben, auch in unserem Blatt. Mögen all ihre Propheten in der Nähe des Berges bleiben und die Gebote zitieren! Nein, ich möchte vielmehr Interesse wecken, welche Lösungswege es neben der DIN gibt, welche Fallstricke auf dem Weg zum neuen oder sanierten Schwimmbad warten (können) und was die Beteiligten alles bedenken müssen / sollen / können. Unsere Mitglieder sollen WISSEN was in der Wundertüte „Planung meines Schwimmbades“ stecken sollte. Nicht zu verwechseln mit KÖNNEN und HANDELN, dafür werden in der Regel die Architekten und Ingenieure bezahlt. Schließlich geht es hier um das tägliche Werkzeug der Schwimm-Meister.

Über den (Becken-) Rand geblickt – Teil 2

In der Regel spielt die Schwallwasser-Verrohrung in der Planung eines Schwimmbades (zu Unrecht) eine untergeordnete Rolle. Denn schon in der Planung des Gebäudes werden die Positionen der Behälter festgelegt. Ein Hotel in Berlin hat das Becken im 5. OG, der Schwallwasserbehälter ist im Keller. Bei einer Geschoßhöhe von 3,50 Meter darf sich der Hotel-Betreiber über 5,8kW extra Leistung an den Pumpen freuen. In Moskau ist ein Becken im 62. Stockwerk der Federation-Towers, man stelle sich diese Rechnung vor…

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