Über den (Becken-) Rand geblickt

Lassen wir es fließen! Gibt es einen Grund, über diese Kleinigkeit „Schwallwasser-Rohrleitung“ nachzudenken? Spätestens, wenn man diese Gedanken in bares Geld umrechnen kann. Denn der Schwallwasser-Transport in einer Überlaufrinne und einer Gefälle-Leitung ist die pure Geldvernichtung. Der Einfachheit halber nehmen wir das Becken aus dem letzten Beitrag und rechnen mal mit diesen Werten.

Dem Müller sein Freibad

Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte ein großes Freibad. Nun traf es sich, dass er mit dem König zu sprechen kam, und um sich ein Ansehen zu geben, sagte er zu ihm: “Ich habe ein Freibad, das kann Sonne und Wasser zu Gold spinnen.” Der König sprach zum Müller: “Das ist eine Kunst, die mir wohl gefällt, wenn dein Planungsbüro so geschickt ist, wie du sagst, so bring es morgen in mein Schloss, da will ich sie auf die Probe stellen.”

Der Strömungskanal und seine Tücken!

Der Strömungskanal ist eine sehr häufig eingesetzte Attraktion in öffentlichen Erlebnis-Pools. Die rotierende Wasser-Strömung macht den Besuchern besonders viel Spaß. Ein üblicher Irrtum ist es, wegen der Rotation den Pool mit einer Wand begrenzen zu müssen. Die Annahme, dass besonders viel Wasser in diesem Bereich zur Überlaufrinne fließen würde, wird im Artikel widerlegt. Veröffentlicht im Heft 07/2018 der Zeitung des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister „Das Schwimmbad und sein Personal“.

2011 … 2012 Kükelhaus-Schul-Pool mit hydraulischem Hubboden

Das Gebäude der Kükelhaus-Schule in Magdeburg wurde 2009 gebaut. Für die Kinder und Jugendlichen wurde ein Pool mit höhen-verstellbarem Boden geplant. Als Basis sollte eine Beton-Konstruktion dienen, die im System „Myrthapools“ ausgekleidet werden und mit einem höhenverstellbaren Boden (Hubboden) ausgestattet werden sollte.

2011 Bewegliche Brücke über das Wettkampfbecken in Saransk

Saransk ist die Hauptstadt der russischen Republik Mordwinien. Bereits 2010 hat die Stadt begonnen, in die Infrastruktur zu investieren. Direkt neben dem Eispalast und dem Sport-Stadion wurde der Palast des Wassersportes errichtet. Nachdem der Termin der Eröffnung wegen Verzögerungen in den anderen Gewerken verschoben wurde, plante man für den Dezember 2011 die Fertigstellung der Brücke über das Wettkampfbecken mit einer Breite von 25 Metern. Das Becken selbst wird mit einer Länge von etwa 51,50m länger errichtet, so dass die Endposition der Brücke eine Beckenlänge von 50,20m ergibt. Mit einer Verschiebung der Brücke um 25 Meter bekommt man 2 separate Becken mit einer Länge von jeweils 25 Meter. Diese Becken können im Training und im Wettkampf unterschiedlich genutzt werden.

2011 Palast des Wassersportes in Saransk, Trouble Shooter für 30 Tage

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Saransk ist die Hauptstadt der russischen Republik Mordwinien. Bereits 2010 hat die Stadt begonnen, in die Infrastruktur zu investieren. Direkt neben dem Eispalast und dem Sport-Stadion wurde der Palast des Wassersportes errichtet. Während der Bauphase wurde klar, dass es schwierig sein würde, den Eröffnungs-Termin einzuhalten. Da die Einweihung vom russischen Präsidenten vorgenommen werden sollte, war absolute Termin-Treue von allen Gewerken gefordert. Meine Aufgabe war es, die russischen Monteure anzuleiten und den Termin zu sichern.

2009 … 2010 Hydraulische Auslegung und Bauleitung der Außenbecken Tauern SPA Kaprun

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Das Dorf Kaprun, mitten in den österreichischen Alpen hat 2010 sein touristisches Angebot um Hotel-Therme „Tauern SPA“ erweitert. Das Gelände, auf dem die Hotel-Therme errichtet wurde, ist sogenanntes Schwemmland. Der Statiker musste dies berücksichtigen und hat sich entschlossen, die Becken erst dann errichten zu lassen, wenn größten Kräfte bereits auf den Fundamenten lasten. Er hat deshalb eine veränderliche und möglichst wetterunabhängige Bauweise für die Becken gewählt. Die sehr genauen Vorstellungen des Architekten wurden durch eine Neukonstruktion der Rinne und der hydraulischen Anschlüsse umgesetzt. Die mit Steinen abgedeckte Rinne spart besonders in der Gebirgslage Energie.

2007 … 2008 Freibad Meinerzhagen, das Wettkampfbecken mit schrägen Wänden

Das Freibad Meinerzhagen liegt in Sichtweite zur Autobahn A45 und musste mit dessen Folgen kämpfen. Der Abrieb der Reifen setzte sich jedes Jahr auf der Folie der Beckenwand fest. In einem früheren Schritt war die Wasseraufbereitung bereits auf Vakuum-Anschwemm-Filtration umgebaut worden. Die Dimensionierung der Umwälz-Leistung erfolgte aus Kosten-Gründen und wegen der guten Füllwasser-Qualität auf 50% gegenüber DIN 19643. Dies stellte besondere Anforderungen an die Hydraulik des Beckens. Das Becken im alten Zustand hatte eine tiefliegende Überlaufrinne und unterhalb der Steh-Stufe schräge Wände. Leider war der alte Schwallwasser-Behälter etwas zu klein dimensioniert worden – oder die Überlauf-Rinne und die Gefälle-Rohre zu groß. Deshalb musste auch dieses System mit einer kleineren Rinne verändert werden und mit Rohrleitungen im richtigen Gefälle ersetzt werden.

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